Mir fehlt ein Tag zwischen Sonntag und Montag

"Mein größter Traum ist es, einfach weiterzuschlafen! Jeden Morgen! Mein Schlafbedürfnis ist immens. Acht Stunden Schlaf sind für mich eher ein erweitertes Nickerchen. Mein Leben ist praktisch eine Art Schlafstörung. Es ist das, was passiert, wenn ich nicht schlafe. Nachdem ich aufgestanden bin, legt sich mein Kreislauf noch mal hin. Ich gehe vom Schlafzimmer ins Bad und habe Jetlag. Ärgerlich, aber man kann sich seinen Biorhytmus ja genauso wenig aussuchen wie seine Schuhgröße."

Zitat aus dem Buch "Mir fehlt ein Tag zwischen Sonntag und Montag" von Katrin Beuerfeind, das mir aus der Seele spricht. Passt perfekt. Alles unter 10 Stunden betrachte ich als Folter. ;-D

Diese und andere Anekdoten aus dem Leben von Katrin bauerfeind sind in Ihrem Buch zu finden. Insgesamt eine nette Lektüre für einen Wochenendtag.



Dr. House-Syndrom?

Ich weiß nicht, ob es jemanden schon mal aufgefallen ist, aber einige Ärzte scheinen an dem "Dr. House-Syndrom" zu leiden. Wobei hier wohl eher die Patienten die leidtragenden sind.

Vor ein paar Tagen war ich mal wieder beim Arzt. Nichts besonderes, eine regelmäßige Routineuntersuchung. Zu meinem Erstaunen war mein Arzt, bei dem ich einen vor Monaten abgemachten Termin hatte, nicht anwesend. Super. Sowas kann ich ja schon mal gar nicht leiden, ich bin da extrem pingelig. Bei dem was ich schon alles für "Super-Ärzte" hatte, lasse ich mich eigentlich nicht ohne wichtigen Grund zu einem Kollegen abschieben, den ich zudem nicht kenne.

Na ja, nach Hause fahren wollte ich nun deswegen auch nicht. Einen neuen Termin hätte ich erst wieder in ein paar Monaten bekommen. Zu spät. Also gebe ich dem Arzt seine Chance.

  • Nach 30 Sekunden hat er eine 15 jährige Diagnose inkl. Behandlung in Frage gestellt,
  • Nach 45 Sekunden das Urteil mehrer Fachärzte, Professoren und einer Fachklinik,
  • Nach 60 Sekunden das jahrelang erfolgreich Angewandte Medikament,

Währenddessen eine Untersuchung im vorbeisehen durchgeführt, den Patienten verunsichert und wieder vor die Tür gesetzt.

Der Arzt kannte wohlgemerkt weder mich noch meine 15 jährige Krankenakte und innerhalb von 10 Sekunden zwischen der vorherigen Patienten und meiner Wenigkeit hat er sie wohl kaum gelesen.

Zwei Tipps an alle Halbgötter Volltrottel in weißen Kitteln: Erstens, wenn Ihr keine Menschen mögt, werdet nicht Arzt. Zweitens, wenn Ihr euren scheiß Kittel von morgen bis abends, in der Kantine und auf dem Klo tragt, SIEHT er nur weiß aus!


Killerspiele: Die Lügen von ARD, ZDF und WDR

Der Betreiber der Website www.stigma-videospiele.de, Matthias Dittmayer hat auf YouTube ein Video veröffentlicht, in dem er falsche Tatsachenbehauptungen sowie bewusste Manipulationen in den Berichterstattungen der Magazine hartaberfair, Frontal21, Kontraste und Panorama aufzeigt.

Das Video zeigt deutlich, dass in den Redaktionen keinerlei Sachverstand hinsichtlich Videospielen vorhanden ist. Das allein wäre nicht so schlimm, wenn die Journalisten ihr Handwerk beherrschen und korrekte Recherchen durchführen und nicht zuguter letzt die Fakten auch noch verdrehen und manipulieren würden. Hinzu kommt noch, das man sich allein auf das Wort eines Pseudowissenschaftlichers wie Herrn Pfeiffer verlässt. Aber aus den Forschungsergebnissen richtiger Wissenschaftler lässt sich natürlich nicht so schön eine Story aufbauschen, zumal diese ja auch alle zu anderen Ergebnissen kommen.

Das Video Killerspiele in ARD, ZDF und WDR bei YouTube.

Soviel zur unabhängigen, neutralen Berichterstattung der öffentlich rechtlichen Sendeanstalten. Heute schon GEZalt? ;-)


Killerspieldiskussion geht in die nächste Runde

Das niedersächsische Innenministerium und das Kriminologische Forschungsinstitut Niedersachsen E.V. (KfN) wollen gemeinsam untersuchen, wie der Jugendschutz bei Killerspielen verbessert werden kann. Siehe diePressemeldung vom Innenministerium Niedersachsens

Niedersachsen hat für dieses Projekt von der Innenministerkonferenz den Auftrag erhalten. "Ein wirksamer Jugendschutz kann letztlich nur erreicht werden, wenn besonders schädliche Computerspiele nicht mehr hergestellt beziehungsweise der Zugriff für Jugendliche erheblich erschwert wird. Dies muss zumindest für Deutschland unser Ziel sein", sagte Innenminister Schünemann.

Wieder einmal vollkommen unsinnig. Denn nach dieser Logik, müsste auch die Herstellung von besonders hochprozentigem Alkohol verboten werden oder die Herstellung besonder scharfer Messer oder, oder, oder. Das der Zugriff für Jugendliche erschwert werden muss ist durchaus richtig aber sicherlich nicht durch Herstellungs- und Importverbote.

Schünemann und Pfeiffer waren sich darin einig, dass der Jugendschutz bei Gewalt verherrlichenden Computerspielen deutlich verbessert werden muss.

Deutschland hat Weltweit mit das beste Jugendschutzgesetz. Die USK macht ihren Job sehr gut. Wenn Spiele an zu junge Altersgruppen gelangen, liegt das nicht zwangsläufig an der USK, sondern größtenteils am Einzelhandel, welcher die Spiele ohne ausreichende Alterskontrolle verkauft und an den Personen, die nicht altersgerechten Spiele an Kinder und Jugendliche weitergeben bzw. keinerlei Ahnung haben, was so in den Kinderzimmern gespielt wird. Analog gilt dies natürlich auch für Filme, Musik, Internet, Alkohol, Zigaretten, usw..

Vollkommen sinnbefreit kommt man dann nun auch noch zu diesen Ansichten:

"Erste Ergebnisse zu Auswirkungen solcher Killerspiele auf Jugendliche zeigen: die eigene Gewaltbereitschaft kann verstärkt werden, wenn weitere Belastungsfaktoren, wie zum Beispiel Erfahrungen mit innerfamiliärer Gewalt oder enthemmender Alkoholkonsum, hinzukommen", so der Direktor des KfN Prof. Dr. Christian Pfeiffer. Neuere Untersuchen bei Schülern hätten außerdem einen Zusammenhang zwischen dem häufigen Konsum von brutalen Computerspielen und schlechten Schulnoten ergeben.

Jedem halbwegs pädagogisch gebildeten Menschen dreht sich bei diesen Äußerungen der Magen um. Da werden mal eben komplett die Tatsachen verdreht - es gibt genug Untersuchungen, die belegen, dass sowohl Alkoholkonsum als auch erlebte Gewalt Ursache für selbst ausgeübte Gewalt sind - und als seriöse, wissenschaftliche Untersuchung dargestellt.

Auf die Idee, elterliche Vernachlässigung bis hin zur Verwahrlosung, Perspektivlosigkeit, mangelhaftes Schulsystem, fehlende soziale Einrichtungen u. ä. mit einzubeziehen und Lösungsansätze zu evaluieren, kommen die Herren Schünemann und Pfeiffer natürlich nicht. Genau so wenig wie Ihre zahlreichen Kollegen in Politik, Wissenschaft und Medien.

Eines scheint aber sicher, die Hetzjagd wird weitergehen.


Franz-Josef Wagners Angst vor Ausländern

Offener Brief:

Sehr geehrter Herr Wagner,

am 22.8.06 schrieben Sie in der Bild:

"Wir werden uns in Zukunft daran gewöhnen müssen, niemandem zu vertrauen. Weder dem braven Asyl-Studenten, dem Döner-Koch und dem Kellner mit seinen arabischen Augen. Es bereitet mir Unbehagen, meine Freunde von gestern zu umarmen. Ali in der Paris-Bar, Muhamad in der Döner-Kneipe. Haben sie zwei Gesichter?

Ich habe Angst vor ihren Augen. Ich weiß nicht, wo sie nachts hingehen und beten. Ich weiß überhaupt nichts von meinen muselmanischen Mitbürgern."

Post von Wagner

Sie stellen alle unsere ausländischen Mitbürger unter Generalverdacht und raten zudem allen Ausländern grundsätzlich zu misstrauen. Eine Reaktion, die nur auf große Angst oder große Dummheit schließen lässt. Ihnen sei gesagt, beides kann man behandeln. Entweder bei einem guten Psychologen oder sie reden vielleicht einfach mal mit Ihren "Freunden", keine Angst, Döner-Ali wird sie schon nicht gleich zu Hackfleisch verarbeiten. Im übrigen heißen nicht alle Türken bzw. Moslems Ali oder Muhamad, genauso wenig wie jeder Deutsche Klaus-Dieter oder Peter zum Vornamen hat.

Sie schrieben, Sie wissen nicht wo sie nachts hingehen und beten. Ja und? Weiß ich wo Sie sich nachts herumtreiben? In welche Kirche Sie gehen um zu beten und was Sie beten, wenn Sie es den tun? Nein, ich weiß es nicht, denn es ist Ihre Privatsphäre und die geht mich genauso wenig an wie Sie die Privatsphäre anderer Menschen etwas angeht. Wie gesagt, unterhalten Sie sich doch mal mit Menschen anderer Länder, Religionen und Kulturen, Sie könnten einiges lernen. Durch das schreiben fremdenfeindlicher Kolumnen werden Sie nicht viel Informationen bekommen.

Im übrigen ist der Begriff "Muselman" eine altertümliche und beleidigende Bezeichnung. So wurden u. a. in der Lagersprache der Konzentrationslager des Nationalsozialismus Häftlinge genannt.

Ich fordere Sie daher auf, sich in einer Ihrer nächsten Kolumnen bei den Menschen, die Sie durch diese Zeilen grundlos beleidigt haben, zu Entschuldigen.

Mit freundlichen Grüßen

Cosmo

PS: Nein, ich bin natürlich nicht unter die regelmäßigen Bildleser gegangen. Nicht das hier gleich alle in Ohnmacht fallen. Aber manches stinkt halt kilometerweit gegen den Wind, das bekommt man selbst als Nichtleser dieser Zeitung mit.


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